Anleitung – Geodaten in QGIS nutzen
Zur Darstellung und Weiterverarbeitung der im GeoShop zur Verfügung stehenden Geodaten (wie z.B. GeoTIFF- oder NAS-Dateien) benötigen Sie ein sogenanntes GIS-Programm (GeoInformationsSystem).
Hier bietet sich besonders das kostenlos zur Verfügung stehende QGIS an.
Es ist Open-Source (d.h. Quellcode-offen & erweiterbar) und erfreut sich weltweit großer Beliebtheit.
Mit QGIS können Sie ihre Geo-Dateien öffnen, bearbeiten, konvertieren, vermessen und darauf Zeichnen.
Im Internet finden Sie zahlreiche Tutorials zum Umgang mit QGIS, die vor allem für Neulinge im Bereich GeoDaten extrem hilfreich sein können.
QGIS herunterladen und installieren Laden Sie QGIS kostenlos von qgis.org herunter. Wir empfehlen die aktuelle Langzeitversion (LTR). Nach der Installation können Sie QGIS ohne weitere Konfiguration starten.
Koordinatenbezugssystem einstellen Stellen Sie das Projekt-KBS auf EPSG:25832 (ETRS89/UTM32N) ein: Menü → Projekt → Eigenschaften → KBS → EPSG:25832 auswählen. Dies entspricht dem KBS der meisten GeoShop-Produkte.
- Menü → Layer → Layer hinzufügen → Rasterlayer hinzufügen
- Die heruntergeladene
.tif-Datei auswählen und auf „Hinzufügen" klicken. - Der Layer erscheint in der Layerliste und wird in der Karte angezeigt.
Tipp – Höhenmodell (DGM) visualisieren:
Rechtsklick auf den Layer → Eigenschaften → Symbolisierung → Darstellungstyp: Schummerung → Z-Faktor: 1.0, Sonnenwinkel: 315°. So entsteht eine plastische Reliefdarstellung.
- Shapefile: Layer → Vektorlayer hinzufügen →
.shp-Datei wählen. - NAS/GML (ALKIS): Layer → Vektorlayer hinzufügen → Dateiformat „GML" wählen →
.xml- oder.gml-Datei öffnen. QGIS liest NAS-Dateien nativ; für komplexe ALKIS-Daten empfiehlt sich das Plugin norGIS ALKIS Import.
- Layer → WMS/WMTS-Layer hinzufügen
- „Neu" klicken → Name vergeben → URL des Dienstes eintragen (URL finden Sie auf der jeweiligen Produktseite im GeoShop)
- „Verbinden" → gewünschten Layer wählen → „Hinzufügen"
Für WFS (herunterladbare Vektordaten) wählen Sie entsprechend „WFS-Layer hinzufügen".
Rechtsklick auf einen Layer → Exportieren → Als Datei speichern Wählen Sie das Zielformat (z. B. GeoPackage, Shape, GeoJSON), das KBS und den Speicherort.
MBTiles für Smartphone-Offline-Karten: Menü → Verarbeitung → Werkzeugsammlung → „Raster in MBTiles konvertieren" → Rasterebene und Zoomstufen angeben → Ausführen.
Wenn die GeoTIFF eines digitales Höhenmodells in ihrem GIS nur als graue, verschwommene Fläche erscheint, liegt das daran, dass die Daten noch nicht visuell aufbereitet wurden.
Um dies zu ändern und eine plastische Schummerung ihres DGM oder DOM zu erzeugen (durch die Sie ihre Daten detailliert sichtbar machen können) handeln sie wiefolgt:
- öffnen Sie ihre Datei in QGIS ihre Datei
- klicken Sie auf den Menüpunkt: Raster -> Analyse -> Schummerung (Hillshade)
- bestimmen Sie den Z-Faktor, also die Überhöhung des Modells (z.B. 1-2 für realistische große Gebietsdarstellung, 1-4 für Forschung und zur Darstellung kleinerer Gebiete)
- bestimmen Sie den Sonnenazimut / Azimut des Lichts (Standard: 315° für Belichtung aus Nord-West)
- bestimmen Sie die Höhe des Lichts (Standard: 45°)
- klicken Sie auf Starten
- ihr Layer wird automatisch in QGIS geladen und muss nun gespeichert werden (als z.B. GeoTIFF Datei)